Ulrich Pfeifer-Schaupp
Ulrich Pfeifer-Schaupp: Achtsamkeit in der Kunst des (Nicht) Helfens

Achtsamkeit in der Kunst des (Nicht) Helfens

In Erziehung, Pflege, Medizin und in den sozialen Berufen ist die Dimension des Herzens von großer Bedeutung. Es sind die Herzensqualitäten des Mitgefühls und der Achtsamkeit, die in Hilfsangeboten wie generell im Leben den großen Unterschied machen.

Ulrich Pfeifer-Schaupp: Leben mit dem Herzen eines Buddha

Leben mit dem Herzen eines Buddha

Achtsamkeit, Weisheit und Mitgefühl für das 21. Jahrhundert

Unsere Welt braucht Menschen, die erwachen. Menschen, die fähig sind, in ihrem täglichen Leben, in ihrer Familie, an ihrem Arbeitsplatz, in ihrer Nachbarschaft Mitgefühl und Achtsamkeit zu praktizieren. Menschen, die „mit dem Herzen eines Buddha“ leben. Unsere Welt braucht darüber hinaus aber auch eine große Transformation, ein „kollektives Erwachen“. Wie können die Lehren Buddhas uns hier einen hilfreichen Weg weisen? Können sie als „angewandter Buddhismus“ helfen, nicht nur individuelles Leiden zu lindern, sondern auch kollektives Leiden zu vermindern?

Alltägliche Dinge mit großer Liebe tun

Kleine Dinge mit großer Liebe tun

"So wie wir unseren Körper waschen, sollten wir auch unser Schicksal waschen" – Der Alltag als Übung

Es geht nicht um die großen Dinge. Es geht einfach darum zu lernen, die kleinen Dinge mit großer Liebe zu tun. Aufstehen am Morgen, Zähne putzen, mich waschen, kochen, mit den Kindern spielen, beim Frühstück mit meiner Frau präsent sein und nicht einfach hinter der Zeitung verschwinden. Das Leben ist zu kurz, um die Dinge mit halbem Herzen zu tun.

Ampel Wolken blauer Himmel

Wie man im gegenwärtigen Augenblick zu sich selbst zurückfindet

Die Glocke der Achtsamkeit

Meditieren heißt nicht, dass man immer dreißig Minuten bewegungslos auf einem Kissen sitzen muss. In christlichen und buddhistischen Klöstern, bei Meditationskursen und Retreats erklingt immer wieder eine Glocke. Sie erinnert die Übenden daran, kurz innezuhalten, auf den Atem zu achten und sich bewusst zu werden, was sie tun. Aber die meisten von uns leben außerhalb von Klöstern und Retreats machen nur einen kleinen Teil unserer Zeit aus. Trotzdem können auch wir die Glocke hören und innehalten, indem wir die alltäglichen Geräusche und Begebenheiten um uns herum zu einer Glocke der Achtsamkeit machen.

Blumen Wiese

Mitgefühl als Beruf

„Ist das, was ich tue, es wert, dass ich ihm mein Leben widme?“

„Das schwierige ist nicht einfach, Geld zu verdienen“, klagt der Sohn des schwerreichen Waffenfabrikanten Miguel Moliner in Juan Ruiz Zafóns Roman „Der Schatten des Windes“. „Das Schwierigste ist, es mit etwas zu verdienen, was es wert ist, dass man ihm sein Leben widmet.“ Und er fügt selbstkritisch hinzu: „Beim Arbeiten braucht man dem Leben nicht in die Augen zu schauen.“ Welchen Beruf wir wählen, hat einen großen Einfluss auf unser Leben. Unser Beruf formt unsere Interessen und unseren Geist, beeinflusst stark unsere sozialen Beziehungen und die Gestaltung unserer Zeit.